#zensus11 – Stoppt die Vollerfassung!

Nach den Verfassungsbeschwerden mit massenhafter Unterstützung gegen die Vorratsdatenspeicherung und der Einkommensdatenbank “ELENA” ziehen der FoeBuD e.V. und seine Freunde erneut zum Bundesverfassungsgericht. Diesmal gegen die geplante Volkszählung im Jahr 2011. Wie zuvor werden auch für diese Verfassungsbeschwerde Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht. Mehr Infos unter: http://zensus11.de/

Und ein paar Grundlagen zur informationellen Selbstbestimmung gibt es in einem älteren Blog-Eintrag - klick hier!

Adobe loves Apple

Adobe startet “We Love Choice”-Kampagne und attackiert damit die Firmenpolitik von Apple. Insbesondere geht es darum, dass Apple Software-Entwicklern vorschreibt, mit welchen Technologien Apps für das iPhone und das iPad entwickelt werden dürfen. Dabei werden die Adobe-Technologien Flash und AIR nicht unterstützt. Adobe bekennt sich in der Kampagne zu einem Technologie-Mix, Open-Source und einer freien Software-Auswahl für Entwickler und Anwender. In einer ganzseitigen Anzeige in der FTD heißt es plakativ: “We love apple … We love apps … We love the web … We love HTML5 … We lova all platforms … What we don’t love is anybody taking away your freedom to choose what you create, how you create it, and what you experience on the web“. Sehr gelungen und recht haben sie! Nicht frei wählen zu können, welche Technologie für eine Problemstellung die Beste ist oder einfach welche einem persönlich am Besten liegt, schränkt stark ein, nervt(!!!) und wird am Ende Apps mit schlechterer Qualität hervorbringen.

Apple hingegen beansprucht für sich, ausschließlich auf freie Web-Standards wie HTML5 zu setzen. In einem Showroom demonstriert Apple die Leistungsfähigkeit von HTML5 und will damit zeigen, dass das Flash-Plugin für effektlastige Webseiten nicht (mehr) notwendig ist. Witziger Weise muss derzeit zum Betrachten der Beispiele nicht nur ein Plugin, sondern ein vollständig neuer Webbrowser installiert werden, wenn man nicht eh Safari zum Browsen verwendet (sicherlich werden zukünftig andere Browser die HTML5-Unterstützung nachziehen). Weiterhin ist es fraglich, ob HTML5 tatsächlich die technischen Möglichkeiten für RIAs bietet, die mit der Flash-Plattform möglich sind. In einem Artikel im RIABlog zum Beispiel wird ein Vergleich der beiden Technologien gezogen und der Siegeszug von HTML5 in naher Zukunft bezweifelt. Eher eine friedliche Co-Existenz wird prognostiziert, bei der in Sachen RIA die Flash-Plattform eine wichtigere Rolle spielt.

Adobe kontert gegen Apple, dass Flash in allen Webbrowsern abspielbar ist, das Plugin kostenlos zu Verfügung steht und Flash-Anwendungen frei mit dem Open-Source Flex-SDK entwickelt werden können. Für Flash-Beispiele präsentiert Adobe einen eigenen Showroom.

Abgesehen von der Technologie, geht es natürlich sowohl Apple als auch Adobe bei diesem Streit um Marktanteile. Es ist offensichtlich, dass Apple auf seinen mobilen Endgeräten Adobe-Technologien aus rein wirtschaftlichen Beweggrunden verbietet. Der App-Store soll die Quelle aller iPhone/iPad-Software sein. Apple möchte die Softwareverbreitung kontrollieren und am Ende kassieren. Schon OK… selbst schuld wer sich solche eingeschränkte Hardware kauft. Aber… nervig ist es für Software-Entwickler, die mit ihren Produkten mehrere Plattformen bedienen wollen. Die fangen jetzt an parallele Entwicklungen für Apple-Produkte zu bauen. Irgendwie erinnert mich das an die Zeiten des IE5, als Webseiten für den verfluchten, jedoch weit verbreiteten Mircosoft-Browser faktisch aus anderem HTML-Code bestand, als für alle anderen. Was für ein Aufwand! In diesem Sinne: I LOVE CHOICE und die Entwicklung mit Flash/Flex mag ich zumindest ziemlich gerne.

Ein visueller Vergleich der beiden Firmen Apple und Adobe gibt es unter: http://eserrano.com/treble-click/Apple-Flash-infographics.html Und für alle die auch vom Apple-Hype genervt sind und auf Flash im Browser nicht verzichten wollen: es gibt auch offene Tablet-PC mit Flash-Unterstützung wie zum Beispiel das WeTab.

WeTab - DIY

Für alle WeTab-Fans, die den Verkaufsstart nicht abwarten können - Hier die DIY-Variante:

Während für das iPad heute der Verkauf in Deutschland startet, hat sich der Termin für Neofonie’s WeTab geringfügig verschoben. Amazon gibt als Liefertermin aktuell den 19. September 2010 an. Das WeTab gilt als offene Alternative zum Apple iPad. Es verfügt über unterschiedliche Schnittstellen und bietet eine Flash/AIR-Unterstützung.

Use PureMVC - Drink Mate: Zwei Flex-Frameworks im Vergleich

Zugegeben: Dies wird jetzt kein fairer Vergleich! Von PureMVC bin ich begeistert - vom MATE-Framework halte ich nicht viel, außer “mal ganz Interessant einen anderen Weg zu sehen”. Leider bin ich zur Zeit in einem langfristigen Projekt an MATE gebunden. Einen Weg dieses Framework einzusetzen habe ich bereits in einem anderen Artikel in diesem Blog zusammengefasst und dabei einen ersten Vergleich zwischen MATE und PureMVC gewagt. Nun, knapp 3 Monate später hat sich mein erster Eindruck des MATE-Framework bestätigt: Es ist ein experimenteller Weg und für große Kundenprojekte einfach nicht sinnvoll! Hier eine Zusammenfassung, warum ich PureMVC immer vorziehen würde. [Read more →]

RubyAMF-Checklist

AMF ermöglicht es, einen besonders performanten Datenaustausch zwischen einer clientseitigen Flash- und einer Server-Anwendung zu realisieren. Die AMF-Datenpakete sind sehr klein und garantieren auf diese Weise eine geringe Übertragungszeit. Weiterhin wird das Format vom Flash-Player standardmäßig unterstützt, sodass die Serialisierung und Deserialisierung der Datenobjekte schnell und vor allem automatisch vorgenommen wird. Die Konvertierung in das Nachrichtenformat (und zurück zum Objekt) wird vom Flash-Player übernommen und erfordert keine zusätzliche Implementierungen oder Bibliotheken. Serverseitig nimmt ein AMF-Gateway die Client-Anfragen entgegen, konvertiert den Datenstrom in die entsprechenden Datenobjekte und delegiert diese zur gewünschten serverseitigen Objekt-Funktion (im Fall von Rails zu einer Action eines Controllers). RubyAMF ist ein solcher Gateway. Durch die Installation des entsprechenden Plugin in ein Rails-Projekt kann der Gateway eingerichtet werden. Das so genannte Class-Mapping ermöglicht es, dass die Objekte auf der entsprechenden Gegenseite richtig typisiert ankommen. In dem Fall, dass der Datenaustausch funktioniert jedoch das Class-Mapping fehlschlägt, kommen die Daten-Objekte als anonyme Objekte vom Typ Object in der Flash-Anwendung an. Zur Erleichterung der Fehlersuche, hier eine kleine Checkliste.

1. Die Klassen müssen in der RubyAMF-Config-Datei (config/rubyamf_config.rb) für das Mapping registriert werden.

2. Die Datenobjekte in Rails und Flash müssen die gleichen Attribute besitzen. Die Schreibweise in snake_case oder camelCase kann variieren, jedoch muss RubyAMF dazu entsprechend konfiguriert werden.

3. Bei ActiveRecord-Objekten muss die Datenbank-Migration ausgeführt worden sein.

4. Die ActionScript-Klassen der Datenobjekte müssen als RemoteClass registriert sein. Bei der Metatag-Variante ist darauf zu achten, dass [RemoteClass(alias="ObjectAlias")] direkt vor oder über der Klassen-Deklaration steht.

5. Die ActionScript-Klassen der Datenobjekte müssen in das Flash/Flex-Projekt importiert werden.

6. Die Klassen müssen in den ActionScript-Code importiert werden (!!!).

Und Uni lohnt sich doch…

Zum Abschied an der Beuth Hochschule für Technik Berlin gab es einen iPod-Touch. Da fällt einem der Abschied doch leicht :-) Oder läd ein zum Weitermachen: Denn wer weiß was es zum Master gibt… vielleicht ein iPad? Oder doch eher das WeTab, um für die Absolventen/innen durch Stärkung der regionalen Unternehmen auch gleich die Jobs zu sichern…? Und ich dachte immer Berliner (Hoch-)Schulen sind pleite.

Mate-Framework best practice - Ein Vorschlag zur Diskussion

Das MATE-Framework soll in Flex-Anwendungen eine lose Kopplung zwischen den einzelnen Programmteilen ermöglichen. Wesentlicher Bestandteil ist eine eine so genannte Event-Map. In der Event-Map werden Flash-Events abgefangen und auf entsprechende Funktionen gemappt. Weiterhin macht sich das Framework das Prinzip der Data-Injection zunutze. Dabei werden Datenobjekte auf Basis der Flex-Datenbindung “von außen” in ein beliebiges Objekt injiziert. Unterschiedliche Objekte können auf diese Weise Daten austauschen, ohne das eine Abhängigkeit zwischen ihnen besteht. Eine weitere Besonderheit von Mate ist, dass die Event-Map ausschließlich Tag-basiert ist und mit MXML implementiert wird. Mehr Informationen zur grundsätzlichen Arbeitsweise, sowie Code-Beispiele findet man auf der MATE-Homepage unter: http://mate.asfusion.com/.

Leider ist die Dokumentation des Framework sehr lückenhaft. Besonders der “Best Practice”-Teil kommt aktuell viel zu kurz (http://mate.asfusion.com/page/documentation/best-practices), ist allerdings dringend notwendig, da Mate sehr wenig Struktur vorgibt. Das Framework unterstützt zwar eine lose Kopplung zwischen den Objekten, garantiert jedoch nicht einen sinnvollen Software-Entwurf! Da ich aktuell in einem Projekt an Mate gebunden bin, habe ich anhand einiger Beispiele auf der Mate-Webseite eine “Best Practice” herausgearbeitet, die ich nachfolgend Dokumentieren werden. Diese “Practice” orientiert sich am MVVM-Designpattern (bekannt aus MS Silverlight) und ist nur eine Möglichkeit, wie das Framework zum Einsatz kommen kann.

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VideoDocs auf vimeo

Für die beiden Hochschulprojekte SemKingPeng und Caterpillar Garden, die 2008 und 2009 an der Beuth Hochschule für Technik entstanden, sind jetzt für alle Interessierten die Video-Dokumentationen auf Vimeo verfügbar. Der direkte Link zu meinem Profil lautet: http://www.vimeo.com/divisiondurch0

Die Projekte beschäftigen sich mit alternativen Navigationsstrukturen in Softwareprojekten. SemKingPeng ist ein Besucherinformationssystem für den Berliner Zoo, mit dessen Hilfe sich die BesucherInnen über ein Touch-Display über die Tiere informieren können. Caterpillar Garden ist eine Online-Community zur Registrierung der Population von Wanderfaltern. Die Besonderheit der beiden Projekte ist die grafische Navigation anhand der Bedeutungszusammenhänge (Semantik). Beide Projekte orientieren sich am Topic-Map-Standard. Viel Spass beim Schauen!

Übrigens bin ich begeistert von der Video-Plattform vimeo.com!!! Die Seite sieht einfach gut aus und fühlt sich auch so an. Die Usability zum Video-Upload finde ich sehr gelungen, AJAX wird sinnvoll eingesetzt und die Community-Features scheinen gut durchdacht. Auch HD-Videos werden unterstützt.

Raider heißt jetzt Twix: Über die erschreckend hohe Halbwertszeit blöder Werbesprüche

Da lagen sie, in der Snackbox im Büro, im Jahr 9 nach der Jahrtausendwende: Schokoriegel mit der Aufschrift RAIDER. So ziemlich alle, die diese Riegel erblickten, sagten den bekannten Spruch aus der TV-Werung zur Namensänderung Anfang der 90er Jahre auf: “Aus Raider wird jetzt Twix. Sonst ändert sich nix“. Erschreckend! Dieser Slogen hat sich so in unsere Köpfe gebrannt, dass er selbst nach fast 20 Jahren bei den meisten noch präsent ist, während andere (wohl wichtigere) Erinnerungen verschwunden sind. Vielleicht ist das der Grund, warum Twix (zumindest nach meinem Empfinden) aktuell eher wenig wirbt. Die Kampage von damals hält für immer. Und mit der aktuellen Special-Edition von Twix, die unter dem alten Namen RAIDER vertrieben wird, wird unser Werbegedächnis wieder aufgefrischt. Für die nächsten 20 Jahre - für die nächste Generation, die aktuell wohl verwirrt vor dem Süßigkeitenautomaten steht und sich fragt, warum dieser Riegel im Retro-Look Twix so ähnlich ist. Um so mehr wundert es, dass der Spot zum Slogen eigentlich nicht wirklich gut war, wie YouTube beweist. Wie konnte dieses Branding also geschehen???

Man hab ich Gigabytes…

… ey, glaubste nich. Alles voll. Kennste Internet?

Blitzschneller Rails-Flash-Datenaustausch via AMF

AMF steht für Action Message Format und bezeichnet ein Binärformat zur Serialisierung von ActionScript-Objekten. Das Format wird nativ vom Flash-Player unterstützt und ermöglicht einen besonders performaten Remote-Datenaustausch zwischen einer Flash- und einer Backendanwendung. Serverseitig wird ein AMF-Gateway benötigt, der sie Serialisierung und Deserialisierung des Datenstroms vornimmt und die entsprechende Objektfunktion aufruft. Um diese Art der Datenübertragung mit einem RubyOnRails-Backend nutzen zu können, steht RubyAMF unter einer leicht modifizierten MIT-Lizenz als Gateway-Plugin zur Verfügung.

Im aktuellen Railsway-Magazin (Ausgabe 06.2009) habe ich einen Artikel veröffentlicht, in dem der praktische Einsatz von RubyAMF beschrieben wird. Insbesondere wird auf das Class-Mapping eingegangen. Durch das Class-Mapping-Verfahren ist es möglich, dass Flash-Datenobjekte direkt als ActiveRecord-Objekte im Rails-Backend zur Verfügung stehen und weggespeichert oder aktualisiert werden können. [Read more →]

Deep-Linking in Flash- und AJAX-Anwendungen

Seitenmetaphern im WWW sind eine Verkettung einzelner Webseiten, die jeweils genau einen Zustand darstellen. Auf traditionellen Internetseiten wird bei einer Nutzeraktivität eine neue Webseite geladen, die einen neuen Zustand repräsentiert. Jede Seite und damit jeder Zustand kann durch eine URL adressiert werden. Durch den Einsatz von Flash- und AJAX-Anwendungen werden diese Seitenmetaphern durchbrochen, da die Client-Anwendungen unterschiedliche Zustände annehmen können. In solchen Anwendungen kann eine Kommunikation mit dem Server stattfinden, ohne dass die Seiten-URL wechselt. Durch diesen Umstand werden die typischen Browser-Funktionen “Seite vor” und “Seite zurück”, sowie die History-Anzeige außer Kraft gesetzt. Weiterhin können die Zustände der Anwendung nicht über eine URL adressiert oder als Bookmark gespeichert werden. [Read more →]

Was soll das Command-Pattern?

Wenn man lernt objektorientiert zu Programmieren, bekommt man eine einfache Faustregel an die Hand: Objekte sollen die Realwelt abbilden. Zur Klassen wird alles was ein Nomen ist. Attribute legen die Eigenschaften dieser Nomen fest, sind also in der Regel die Adjektive. Und Funktionen stellen die Verben da, die eine Handlung beschreiben.

Sobald man jedoch das Verständnis für OOP erworben hat, rückt diese Regel stark in den Hintergrund. Man beschäftigt sich mit “sauberer” Programmierung und einer Trennung der Zuständigkeiten zwischen Darstellung, Daten und Logik (MVC-Architektur), sowie einer losen Kopplung zwischen diesen Programmteilen. Besonders merkwürdig kommt einem das Command-Pattern vor, ein durch die GoF beschriebenes Verhaltensmuster. [Read more →]

Schulfach: Medienkompetenz

Das sogenannte Web 2.0 bietet wechselseitige Kommunikationsmöglichkeiten in Form von Blogs, Communities, Instant-Messaging und unzähligen Bild- und Video-Datenbanken. Die Partizipationsmöglichkeiten sind (in Deutschland) relativ hoch, denn die Anwendungen sind meist kostenlos und einfach zu bedienen. Den Unmengen an Möglichkeiten dieses Mediums steht jedoch auch eine Unmenge an Gefahren gegenüber. Um diesen Gefahren vorzubeugen, ist Aufklärung gefragt. Da Eltern meist den rastenten technologischen Entwicklungen und den Trends im WWW nicht mithalten können, ist es Zeit für ein Schulfach Medienkompetenz! [Read more →]

Überwachung abwählen!

Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und  Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009 werden sie unter dem Motto “Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!” auf die Straße gehen. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die  Demonstration ist Teil des europaweiten Aktionstages “Freedom not Fear - Freiheit statt Angst”, zu dem länderübergreifend Proteste gegen die Überwachung der Bürgerinnen und Bürger stattfinden. Mehr Infos unter www.freiheit-statt-angst.de

Und am 27.10.2009: Wählen Sie überwachungswütige Politiker ab und geben Sie denjenigen Ihre Stimme, die sich glaubwürdig für Freiheit statt Angst einsetzen. Die Internetseite buergerrechte-waehlen.de gibt einen Überblick darüber, wie die einzelnen Parteien mit Freiheit und Grundrechten umgehen.

Die Notwendigkeit von informationeller Selbstbestimmung habe ich im Blog-Eintrag “Informationelle Selbstbestimmung und warum doch jeder etwas zu Verbergen hat” kurz zusammengefasst!