SemKingPeng - Datenvisualisierung
Nachdem der Zoo Berlin dank Eisbär Knut einen Medienhype und weltweite Berühmtheit erlangte, stellen nun die angelockten Menschenmassen immer wieder erstaunt fest, dass der Zoo auch noch andere Tiere besitzt. Um diese multimedial zu präsentieren, hat sich der Studiengang Medieninformatik an der Technischen Fachhochschule Berlin im Sommensemester 2008 mit Besucherinformationssystemen im Zoo Berlin beschäftigt.

Mit zwei Kommilitonen habe ich an dem Projekt SemKingPeng gearbeitet. Wir haben einen Prototyp für eine Software entwickelt, wie sie im Pinguinhaus auf einem Touch-Display-Terminal zum Einsatz kommen könnte. Die Datenvisualisierung und Navigation in unserem Projekt erfolgt mit dem Einsatz von multimedialen Hypertext.
Im SemKingPeng-Projekt dienen Themenkarten zur Darstellung von vernetzten Datenbeständen und zur Navigation in selbigen. Knoten repräsentieren dabei Gegenstände oder Themen und können Assoziationen untereinander besitzen. Ausgehend von einem Startknoten kann sich der User die bereitgestellten Informationen nach und nach aufdecken. Dabei werden weitere Knoten sichtbar, hinter denen sich Dokumente im Text, Bild, Audio oder Videoformat verbergen.


Da Wissen personengebunden ist, stellen Informationssysteme lediglich einen Beitrag zur Steigerung der Informationslogistik dar. In der SemKingPeng-Anwendung wird mit Hilfe der Themenkarten dem Benutzer die Möglichkeit gegeben, sich je nach Interessensschwerpunkt die bereitgestellten Informationen persönlich zu erschließen. Dabei erstellt der Benutzer eine individuelle Sicht auf den Datenbestand. In dieser Sicht können Informationen je nach persönlichem Interesse aufgenommen und in ihrem Bezug dargestellt werden. Das Darstellen von Kontextinformationen kann Lernprozesse sehr effizient gestalten. Die Hoffnung auf einen nachhaltigen Lernerfolg beruht auf den Erkenntnissen, dass ein visuelles Abbild stärkere Spuren im menschlichen Gedächtnis hinterlässt als ein rein textuelles.
Implementiert wurde SemKingPeng als SWF-Client mit Flex und ActionScript3. Als Content-Management-System für die vernetzten Datenbestände kommt die freie Software DeepaMehta zum Einsatz.
Mehr Infos und ein Video zur Anwendung gibt es unter: semkingpeng.division-durch-null.de
Hi du,
also mich hat das ja echt überzeugt. Sieht gut aus, wirkt schlüssig - wobei ich damit ja noch nicht gearbeitet habe. Ja und prinzipiell gibt es gar keine Grenzen für die Anwendung von solchen Systemen.
Die DeepaMehta-Seite scheint es nicht mehr zu geben - das hätte ich ja gerne mal selber ausprobiert. Dann natürlich nicht so schick, wie euer Projekt…
Bin gespannt auf weitere Einträge in deinem Blog!
Grüße und bis denn!
Hey, danke für dein Comment!
Der DeepaMehta-Server ist seit einiger Zeit schon nicht erreichbar. Aber ich denke, das wird sich bald wieder ändern.
Your blog is interesting!
Keep up the good work!
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