Informationelle Selbstbestimmung und warum doch jeder etwas zu Verbergen hat

Bei der Diskussion um Datenschutz stößt man oft auf die anscheinend weit verbreitete Meinung, die sich mit der einfachen Aussage “Ich habe ja nichts zu verbergen!” zusammenfassen lässt. Sämtliche Argumente von Datenschützern werden durch diesen einfachen Satz außer Kraft gesetzt. Anschließend wird durch die Aufzählung unterschiedlicher, grausamer Verbrechen die Notwendigkeit der Datenerfassung unterstrichen. Informationelle Selbstbestimmung wird bei dieser Argumentation nur als lästiges Recht gesehen, was anderen Rechten (bzw. Gesetzen) im Wege steht. Das der Großteil der gesammelten Daten jedoch wenig mit Strafverfolgung zu tun hat wird leider übersehen. Die unterschiedlichsten Institution und Firmen sammeln aus den unterschiedlichsten Gründen Informationen über uns. Genau in dieser Masse an Daten liegt die Gefahr. Denn so lassen sich Bewegungs- und Persönlichkeitsprofile erstellen, die uns zu einer gläsernen Gesellschaft werden lassen.

Unabhängig von sinnvollen oder sinnlosen Methoden der Überwachung gibt es das grundsätzliche Problem des Panoptismus, das die Notwendigkeit für ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung für unsere Gesellschaft unterstreicht. [Read more →]