Remember the Time
Es gab eine Zeit, da hatte ich mehr als 50 Poster von Michael Jackson an den Wänden meines etwa 13 Quadratmeter großen Kinderzimmer. Eine Zeit, in der ich jedem noch so kleinen Bravo-Schnipsel über den King Of Pop fein säuberlich in einem Hefter gesammelt habe - und das in einer Ordnung, von der meine damaligen Mathe-, Deutsch- und Chemie-Hefter nur träumen konnten. Noch ausgeprägter war meine Jagt auf audio-visuelle Aufnahmen, die in der Zeit kurz nach der Dangerous-Tour in den Medien nur selten zu finden waren. An Videos On-Demand via YouTube und MySpace war damals noch nicht zu denken, nein, selbst MTV-Empfang, sowie ein VHS-Recorder zum Aufzeichnen wurden mir vorenthalten.
Und so durchsuchte ich Woche für Woche die TV-Zeitung nach dem Film Moonwalker, einem Michael-Jackson-Live-Mitschnitt oder einer entsprechenden Doku. Immer in der Hoffnung auf ein neues Album, das die Medienpräsents ansteigen ließ. Doch die Medienpräsents, die dann folgte, entsprach nicht meinen Vorstellungen und mit meinem ansteigenden Alter, änderten sich nach und nach auch meine Interessen, sowie meine favorisierte Musikrichtung. Meine alten Kassetten fielen der neu eingeführten Digitalisierung zum Opfer, doch auch die CDs verstaubten jahrelang im Regal.
Anfang 2009 dann die Ankündigung zum Comeback. Auch wenn ich nicht vor hatte eines der 50 Konzerte in London zu besuchen, freute ich mich auf das zu erwartende Medienecho. Ein alter Trieb wurde geweckt. Mein Michael-Jackson-Interesse war zwar stark ermüdet und dank moderner Medien eigentlich auch übersättigt. Trotzdem wünschte ich ihm einen Erfolg. Einen Erfolg, der dieser Fratze, die Michael Jackson über die Jahre geworden war, eine Gelegenheit zum angemessenen Beenden seiner beeindruckenden Karriere ermöglichen würde. Doch wieder kam ein Medienecho das nicht meinen Vorstellungen entsprach: In Gedenken an einen großartigen Sänger und Tänzer und an mein Idol für viele Jahre! 1958-2009 R.I.P.
Add Comment!