Adobe loves Apple

Adobe startet “We Love Choice”-Kampagne und attackiert damit die Firmenpolitik von Apple. Insbesondere geht es darum, dass Apple Software-Entwicklern vorschreibt, mit welchen Technologien Apps für das iPhone und das iPad entwickelt werden dürfen. Dabei werden die Adobe-Technologien Flash und AIR nicht unterstützt. Adobe bekennt sich in der Kampagne zu einem Technologie-Mix, Open-Source und einer freien Software-Auswahl für Entwickler und Anwender. In einer ganzseitigen Anzeige in der FTD heißt es plakativ: “We love apple … We love apps … We love the web … We love HTML5 … We lova all platforms … What we don’t love is anybody taking away your freedom to choose what you create, how you create it, and what you experience on the web“. Sehr gelungen und recht haben sie! Nicht frei wählen zu können, welche Technologie für eine Problemstellung die Beste ist oder einfach welche einem persönlich am Besten liegt, schränkt stark ein, nervt(!!!) und wird am Ende Apps mit schlechterer Qualität hervorbringen.

Apple hingegen beansprucht für sich, ausschließlich auf freie Web-Standards wie HTML5 zu setzen. In einem Showroom demonstriert Apple die Leistungsfähigkeit von HTML5 und will damit zeigen, dass das Flash-Plugin für effektlastige Webseiten nicht (mehr) notwendig ist. Witziger Weise muss derzeit zum Betrachten der Beispiele nicht nur ein Plugin, sondern ein vollständig neuer Webbrowser installiert werden, wenn man nicht eh Safari zum Browsen verwendet (sicherlich werden zukünftig andere Browser die HTML5-Unterstützung nachziehen). Weiterhin ist es fraglich, ob HTML5 tatsächlich die technischen Möglichkeiten für RIAs bietet, die mit der Flash-Plattform möglich sind. In einem Artikel im RIABlog zum Beispiel wird ein Vergleich der beiden Technologien gezogen und der Siegeszug von HTML5 in naher Zukunft bezweifelt. Eher eine friedliche Co-Existenz wird prognostiziert, bei der in Sachen RIA die Flash-Plattform eine wichtigere Rolle spielt.

Adobe kontert gegen Apple, dass Flash in allen Webbrowsern abspielbar ist, das Plugin kostenlos zu Verfügung steht und Flash-Anwendungen frei mit dem Open-Source Flex-SDK entwickelt werden können. Für Flash-Beispiele präsentiert Adobe einen eigenen Showroom.

Abgesehen von der Technologie, geht es natürlich sowohl Apple als auch Adobe bei diesem Streit um Marktanteile. Es ist offensichtlich, dass Apple auf seinen mobilen Endgeräten Adobe-Technologien aus rein wirtschaftlichen Beweggrunden verbietet. Der App-Store soll die Quelle aller iPhone/iPad-Software sein. Apple möchte die Softwareverbreitung kontrollieren und am Ende kassieren. Schon OK… selbst schuld wer sich solche eingeschränkte Hardware kauft. Aber… nervig ist es für Software-Entwickler, die mit ihren Produkten mehrere Plattformen bedienen wollen. Die fangen jetzt an parallele Entwicklungen für Apple-Produkte zu bauen. Irgendwie erinnert mich das an die Zeiten des IE5, als Webseiten für den verfluchten, jedoch weit verbreiteten Mircosoft-Browser faktisch aus anderem HTML-Code bestand, als für alle anderen. Was für ein Aufwand! In diesem Sinne: I LOVE CHOICE und die Entwicklung mit Flash/Flex mag ich zumindest ziemlich gerne.

Ein visueller Vergleich der beiden Firmen Apple und Adobe gibt es unter: http://eserrano.com/treble-click/Apple-Flash-infographics.html Und für alle die auch vom Apple-Hype genervt sind und auf Flash im Browser nicht verzichten wollen: es gibt auch offene Tablet-PC mit Flash-Unterstützung wie zum Beispiel das WeTab.

WeTab - DIY

Für alle WeTab-Fans, die den Verkaufsstart nicht abwarten können - Hier die DIY-Variante:

Während für das iPad heute der Verkauf in Deutschland startet, hat sich der Termin für Neofonie’s WeTab geringfügig verschoben. Amazon gibt als Liefertermin aktuell den 19. September 2010 an. Das WeTab gilt als offene Alternative zum Apple iPad. Es verfügt über unterschiedliche Schnittstellen und bietet eine Flash/AIR-Unterstützung.

VideoDocs auf vimeo

Für die beiden Hochschulprojekte SemKingPeng und Caterpillar Garden, die 2008 und 2009 an der Beuth Hochschule für Technik entstanden, sind jetzt für alle Interessierten die Video-Dokumentationen auf Vimeo verfügbar. Der direkte Link zu meinem Profil lautet: http://www.vimeo.com/divisiondurch0

Die Projekte beschäftigen sich mit alternativen Navigationsstrukturen in Softwareprojekten. SemKingPeng ist ein Besucherinformationssystem für den Berliner Zoo, mit dessen Hilfe sich die BesucherInnen über ein Touch-Display über die Tiere informieren können. Caterpillar Garden ist eine Online-Community zur Registrierung der Population von Wanderfaltern. Die Besonderheit der beiden Projekte ist die grafische Navigation anhand der Bedeutungszusammenhänge (Semantik). Beide Projekte orientieren sich am Topic-Map-Standard. Viel Spass beim Schauen!

Übrigens bin ich begeistert von der Video-Plattform vimeo.com!!! Die Seite sieht einfach gut aus und fühlt sich auch so an. Die Usability zum Video-Upload finde ich sehr gelungen, AJAX wird sinnvoll eingesetzt und die Community-Features scheinen gut durchdacht. Auch HD-Videos werden unterstützt.

Raider heißt jetzt Twix: Über die erschreckend hohe Halbwertszeit blöder Werbesprüche

Da lagen sie, in der Snackbox im Büro, im Jahr 9 nach der Jahrtausendwende: Schokoriegel mit der Aufschrift RAIDER. So ziemlich alle, die diese Riegel erblickten, sagten den bekannten Spruch aus der TV-Werung zur Namensänderung Anfang der 90er Jahre auf: “Aus Raider wird jetzt Twix. Sonst ändert sich nix“. Erschreckend! Dieser Slogen hat sich so in unsere Köpfe gebrannt, dass er selbst nach fast 20 Jahren bei den meisten noch präsent ist, während andere (wohl wichtigere) Erinnerungen verschwunden sind. Vielleicht ist das der Grund, warum Twix (zumindest nach meinem Empfinden) aktuell eher wenig wirbt. Die Kampage von damals hält für immer. Und mit der aktuellen Special-Edition von Twix, die unter dem alten Namen RAIDER vertrieben wird, wird unser Werbegedächnis wieder aufgefrischt. Für die nächsten 20 Jahre - für die nächste Generation, die aktuell wohl verwirrt vor dem Süßigkeitenautomaten steht und sich fragt, warum dieser Riegel im Retro-Look Twix so ähnlich ist. Um so mehr wundert es, dass der Spot zum Slogen eigentlich nicht wirklich gut war, wie YouTube beweist. Wie konnte dieses Branding also geschehen???

Man hab ich Gigabytes…

… ey, glaubste nich. Alles voll. Kennste Internet?

Blitzschneller Rails-Flash-Datenaustausch via AMF

AMF steht für Action Message Format und bezeichnet ein Binärformat zur Serialisierung von ActionScript-Objekten. Das Format wird nativ vom Flash-Player unterstützt und ermöglicht einen besonders performaten Remote-Datenaustausch zwischen einer Flash- und einer Backendanwendung. Serverseitig wird ein AMF-Gateway benötigt, der sie Serialisierung und Deserialisierung des Datenstroms vornimmt und die entsprechende Objektfunktion aufruft. Um diese Art der Datenübertragung mit einem RubyOnRails-Backend nutzen zu können, steht RubyAMF unter einer leicht modifizierten MIT-Lizenz als Gateway-Plugin zur Verfügung.

Im aktuellen Railsway-Magazin (Ausgabe 06.2009) habe ich einen Artikel veröffentlicht, in dem der praktische Einsatz von RubyAMF beschrieben wird. Insbesondere wird auf das Class-Mapping eingegangen. Durch das Class-Mapping-Verfahren ist es möglich, dass Flash-Datenobjekte direkt als ActiveRecord-Objekte im Rails-Backend zur Verfügung stehen und weggespeichert oder aktualisiert werden können. [Read more →]

Schulfach: Medienkompetenz

Das sogenannte Web 2.0 bietet wechselseitige Kommunikationsmöglichkeiten in Form von Blogs, Communities, Instant-Messaging und unzähligen Bild- und Video-Datenbanken. Die Partizipationsmöglichkeiten sind (in Deutschland) relativ hoch, denn die Anwendungen sind meist kostenlos und einfach zu bedienen. Den Unmengen an Möglichkeiten dieses Mediums steht jedoch auch eine Unmenge an Gefahren gegenüber. Um diesen Gefahren vorzubeugen, ist Aufklärung gefragt. Da Eltern meist den rastenten technologischen Entwicklungen und den Trends im WWW nicht mithalten können, ist es Zeit für ein Schulfach Medienkompetenz! [Read more →]

Cross-Medialer Creative Producer ODER Irgendwas mit Medien?

In der zweiten Ausgabe des CP-Magazin ist ein Artikel über das Projekt SemKingPeng (semantisches Besucherinformationssystem für den Zoo Berlin) erschienen.

CP steht für Creative Producer. Das Magazin, das vierteljährig kostenlos zum Download erscheint, richtet sich in erster Linie an Leute aus der Filmbranche. Der Beruf Creative-Producer umfasst die Filmproduktionsleitung, die Drehbuchentwicklung, sowie die Regie - alles Themen, die auch das gleichnamige Magazin abdeckt. [Read more →]

Remember the Time

Es gab eine Zeit, da hatte ich mehr als 50 Poster von Michael Jackson an den Wänden meines etwa 13 Quadratmeter großen Kinderzimmer. Eine Zeit, in der ich jedem noch so kleinen Bravo-Schnipsel über den King Of Pop fein säuberlich in einem Hefter gesammelt habe - und das in einer Ordnung, von der meine damaligen Mathe-, Deutsch- und Chemie-Hefter nur träumen konnten. Noch ausgeprägter war meine Jagt auf audio-visuelle Aufnahmen, die in der Zeit kurz nach der Dangerous-Tour in den Medien nur selten zu finden waren. An Videos On-Demand via YouTube und MySpace war damals noch nicht zu denken, nein, selbst MTV-Empfang, sowie ein VHS-Recorder zum Aufzeichnen wurden mir vorenthalten. [Read more →]

Die Welt von oben

Beeindruckende Bilder gibt es derzeit kostenlos, in Spielfilmlänge und HD-Qualität auf YouTube: HOME. Der Film von Yann Arthus-Bertrand zeigt die Erde aus der Vogelperspektive und macht auf deren massive Zerstörung aufmerksam. Zum YouTube-Channel von HOME

Hoffnungsvoller TV-Spot zur Europawahl

Parteiprogramme neigen ja schnell dazu langweilig zu werden und die Politikerköpfe auf den Großplakaten reißen auch eher niemanden vom Hocker. Sobald jedoch Parteien versuchen etwas Entertainment in ihren Wahlkampf zu bringen, bleiben meist die eigenen Inhalte auf der Strecke. Als besonderes Negativbeispiel sei an die 18-Kampagne der FDP vor einigen Jahren erinnert. Und im aktuellen Europawahlkampf zeigt die SPD medienwirksam, wie man mit lustigen Plakaten wenig Inhalte transportiert. Politik als Marke, weit ab von Ideologie?

Hoffnung machen die Grünen. In einem TV-Spot zeigen sie, wie es geht ihre Inhalte durch Unterhaltung zu vermitteln. Schon klar… Details zur Umsetzung und klare politische Forderungen kommen auch hier nicht vor, aber die Kernthemen grüner Politik werden zumindest dargestellt. Und vielleicht ermutigt ja dieser Spot den einen oder anderen die Hintergründe in langweiliger, old-school Manier in textlicher Form zu recherchieren.

Bleibt nur abschließend eine grundsätzliche Frage: Wieviel Marketingexperten und Werbestrategen in der Politik sind gut für eine Demokratie?

SemKingPeng - Datenvisualisierung

Nachdem der Zoo Berlin dank Eisbär Knut einen Medienhype und weltweite Berühmtheit erlangte, stellen nun die angelockten Menschenmassen immer wieder erstaunt fest, dass der Zoo auch noch andere Tiere besitzt. Um diese multimedial zu präsentieren, hat sich der Studiengang Medieninformatik an der Technischen Fachhochschule Berlin im Sommensemester 2008 mit Besucherinformationssystemen im Zoo Berlin beschäftigt.

Mit zwei Kommilitonen habe ich an dem Projekt SemKingPeng gearbeitet. Wir haben einen Prototyp für eine Software entwickelt, wie sie im Pinguinhaus auf einem Touch-Display-Terminal zum Einsatz kommen könnte. Die Datenvisualisierung und Navigation in unserem Projekt erfolgt mit dem Einsatz von multimedialen Hypertext. [Read more →]