Schulfach: Medienkompetenz

Das sogenannte Web 2.0 bietet wechselseitige Kommunikationsmöglichkeiten in Form von Blogs, Communities, Instant-Messaging und unzähligen Bild- und Video-Datenbanken. Die Partizipationsmöglichkeiten sind (in Deutschland) relativ hoch, denn die Anwendungen sind meist kostenlos und einfach zu bedienen. Den Unmengen an Möglichkeiten dieses Mediums steht jedoch auch eine Unmenge an Gefahren gegenüber. Um diesen Gefahren vorzubeugen, ist Aufklärung gefragt. Da Eltern meist den rastenten technologischen Entwicklungen und den Trends im WWW nicht mithalten können, ist es Zeit für ein Schulfach Medienkompetenz! [Read more →]

Informationelle Selbstbestimmung und warum doch jeder etwas zu Verbergen hat

Bei der Diskussion um Datenschutz stößt man oft auf die anscheinend weit verbreitete Meinung, die sich mit der einfachen Aussage “Ich habe ja nichts zu verbergen!” zusammenfassen lässt. Sämtliche Argumente von Datenschützern werden durch diesen einfachen Satz außer Kraft gesetzt. Anschließend wird durch die Aufzählung unterschiedlicher, grausamer Verbrechen die Notwendigkeit der Datenerfassung unterstrichen. Informationelle Selbstbestimmung wird bei dieser Argumentation nur als lästiges Recht gesehen, was anderen Rechten (bzw. Gesetzen) im Wege steht. Das der Großteil der gesammelten Daten jedoch wenig mit Strafverfolgung zu tun hat wird leider übersehen. Die unterschiedlichsten Institution und Firmen sammeln aus den unterschiedlichsten Gründen Informationen über uns. Genau in dieser Masse an Daten liegt die Gefahr. Denn so lassen sich Bewegungs- und Persönlichkeitsprofile erstellen, die uns zu einer gläsernen Gesellschaft werden lassen.

Unabhängig von sinnvollen oder sinnlosen Methoden der Überwachung gibt es das grundsätzliche Problem des Panoptismus, das die Notwendigkeit für ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung für unsere Gesellschaft unterstreicht. [Read more →]

Global Warming Ready?

Der Ölpreis steigt und die betroffene Industrie stellt sich darauf ein. Aber nicht das jetzt PKWs und technische Geräte mit geringem Energieverbrauch entwickelt werden. Nein, das Umdenken scheint nicht in den Entwicklungsabteilungen anzukommen, sondern im Marketing. Tankgutscheine werden versprochen, um das neue Auto mit alter Technologie auch betreiben zu können. Doch so sehr wir von Mobilität und Elektrizität abhängig sind, so sehr gilt auch für Öl ein einfaches Prinzip aus der Volkswirtschaft: knappes Gut - hoher Preis. Wir sollten nicht versuchen unsere bisherigen Technologien unhinterfragt bezubehalten und das mit Zuschüssen (egal ob von der Wirtschaft oder vom Staat) zu finanzieren. Die Folgen von Energie-Subventionierung bringt Hans Joachim Schellnhuber (Potsdam-Institut für Klimaforschung) im ARD-Magazin MONITOR auf den Punkt:

“Jetzt künstlich möglicherweise sogar zu subventionieren, Steuern zu streichen und dergleichen würde dazu führen, zu dem sehr perversen Effekt, dass das knappe Gut noch schneller verbraucht wird und noch schneller knapp wird.”

Worauf Umweltverbände schon immer hinwiesen, wofür die Politik nie den Mut hatte, die Wirtschaft sich nie in der Verantwortung sah und was der Mehrheit der Bügerinnen und Bürger weitesgehend egal war - dazu zwingt uns jetzt die Preisentwicklung des Öls: die radikale Veränderung unseres Lebensstils. [Read more →]